Übungsabschnitte Obedience

Allgemein Obedience-Übungen

Wie schon erwähnt ist die Obedience die Unterordnung in ihrer höchsten Form. Es gibt viele Übungen, die den Unterordnungsübungen aus der Begleithund- oder VPG-Prüfung nahe sind.

So gibt es auch in der Obedience die klassische Fußarbeit oder Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung, ABER und das ist wohl ein extremer Unterschied: Man läuft nichts mehr einfach nach Schema-F ab. Statt dessen gibt es einen sogenannten STEWARD. Er begleitet das Team Hund/Hundeführer durch die Prüfung und sagt dem Zweibeiner an was er zu tun hat.

Das mag für manche Hundeführer eine Hilfe sein, ABER ich denke schon daß es ein zusätzlicher Schwierigkeitsgrad ist. Denn man kann sich nicht mehr nur auf seinen Hund konzentrieren, sondern muß auch prompt und zügig den Anweisungen eines weiteres Zweibeiners folgen...

Außerdem gibt es noch Übungen, die man aus der normalen Unterordnung der Begleithundeprüfung nicht kennt:

  • Distanzkontrolle
  • Apport (verschiedener Apportel)
  • Geruchsunterscheidung / Identifikation
  • Wesensfestigkeit
  • Ablage in einer Gruppe

Das sind jetzt mal einfach nur Worte und ich werde nun mal versuchen, mit nicht allzu viele Worten die Übungen zu beschreiben.

WESENSFESTIGKEIT

Diese Festigkeit wird schon zu Anfang überprüft: während dem gemeinschaftlichen Teil der Unterordnung muß jeder Hundeführer mit seinem Hund vortreten und den Hund in s Steh bringen. Dabei wird der Hund dann vom RingSteward abgetastet.

Hier darf der Hundeführer beruhigend auf seinen Hund einwirken, aber keinerlei Kommandos geben. Außerdem muß der Hundeführer am sitzenden Hund das Gebiss zeigen können ohne das der Hund irritiert zurückweicht oder gar schnappt!

Bei der Distanzkontrolle...

geht es darum, seinen Hund auf Entfernung zu kontrollieren. Man legt also seinen Hund in einer sogenannten BOX ab und entfernt sich vom Hund.

Auf Anweisung des Ring-Stewards ruft man den Hund dann ab, der Hund sitzt VOR und wird dann ins FUSS gerufen. Nun muß der Hundeführer den Hund (meist mit dem Kommando BOX oder VORAUS) in die Box schicken, dort angekommen bekommt er das Kommando PLATZ.

Der liegende Hund bekommt dann weiter die Kommandos SITZ und wieder Platz, oder bei OB2 SITZ, STEH und PLATZ und muß diese sauber ausführen. Aus dem letzten Platz wird der Hund dann vom Hundeführer wieder abgeholt!

APPORT

Beim Apport geht es darum, daß der Hund dem Hundeführer einen Gegenstand holt. Das ist in der Beginnerklasse ein Spielzeug, Apportel o. ä. nach Wahl des Hundeführers.

In der OB 1 handelt es sich dann um gewichtsmäßig unterteilte Holzapportel die apportiert werden müssen.

Erst in der letzten Klasse kommen dann auch Metall-Apportel dazu, diese sind nicht unbedingt schwer, aber das kühle, glatte Material ist vielen Hunden unangenehm und somit braucht es viel Motivation-Training um dem Hund das apportieren eines solchen Metall-Apportels beizubringen.

GERUCHSUNTERSCHEIDUNG

...für mich eine der faszinierensten Übungen. Anhand des Geruchs muß der Hund entscheiden, welches von 6 Bringhölzchen er seinem Hundeführer bringt.

6 Geruchsneutrale Hölzer liegen vor der Prüfung bereit und EINS wird vom Hundeführer angefasst und mit "Geruch" behaftet. Außerdem markiert der Hundeführer das Hölzchen mit einem kleinen "Punkt", so daß man später auch Kontrollieren kann (die NASE des Ring-Stewards reicht dazu nicht *lach*).

Die Hölzer werden dann mit einer Greifzange (ihr wisst schon, diese Metallzangen die man auch beim Grillen benutzt) in 15 Metern Entfernung vom Hundeführer ausgelegt. Auf ein Kommando läuft der Hund zu den Hölzern und muß mit der Nase herausfinden, WELCHES Holz sein Hundeführer haben möchte.

ABLAGE in der GRUPPE

spricht eigentlich schon fast für sich. In den jeweiligen Klassen durchlaufen alle Hundeführer mit ihren Hunden einen gemeinschaftlichen Teil. Eine Übung ist dann, daß alle Hunde ins PLATZ beordert werden und die Hundeführer sich jeweils 15 Meter von ihrem Hund entfernen und ihrem Hund zugewendet etwa 3 Minuten abwarten während ihr Hund möglichst mit Blick auf seinen Hundeführer und natürlich OHNE Aufzustehen warten muß, bis der Hundeführer ihn wieder abholen kommt

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Weise Worte...

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm
gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen

Ernst Hauschka


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