Futterzeit

Ein Blend mit Samson und unserem alten Mädchen Blue

~Kurzanleitung für die Suche nach dem richtigen Futter~

Lange Zeit haben wir unsere Hunde (oder vielmehr meinen Hund, denn damals hatten wir nur unseren Samson) einfach mit einem Trockenfutter von einem namhaften Hersteller gefüttert. Nach dem Motto: Ist ein teures "Qualitäts-Futter", dann wird es schon optimal sein!

Samsons Gelenkerkrankung ließen mich aber weiter hinterfragen, vor allen Dingen weil es zu diesem Zeitpunkt noch hieß, eine Ellbogendysplasie (ED) sei KEINE Erbkrankheit ~ heute weiß man es ja besser ~ sondern käme durch falsche Aufzucht... Also begann ich zu recherchieren und hier kommt nun mein Ergebniss...

Allgemeines zum Thema

Man unterscheidet in der Regel 3 Sorten von Futterzubereitungen:

  • Trockenfutter
  • Halbfeuchte Allein-Futter (Wassergehalt ca. 20 - 26 %)
  • Feuchtfutter (70 - 83% Feuchtigkeit)

Egal für welche Form der Fütterung man sich entscheidet, sollte man sich mit der Zusammensetzung seines Futters beschäftigen. Denn häufig wird Futter angeboten,  das viel zu viel Getreide enthält und zu viele künstliche Konservierungsstoffe, schlimmstenfalls das Vitamin K3, welches im Verdacht steht, stark krebserregend zu sein, trotzdem ist es in Deutschland nicht deklarierungspflichtig. Deswegen solltet ihr sicherheitshalber beim Hersteller nachfragen.
Und auch der "Werbe-Slogan": Frei von Konservierungsstoffen schützt Hund und Co nicht. Denn viele schlechte Futter-/Zusatzstoffe verstecken sich hinter Bezeichnungen wie EG-Zusatzstoffe oder ähnlichem.
Von ethischen Gründen bestimmte Futtersorten nicht zu kaufen, will ich hier jetzt gar nicht erst anfangen. Nur soviel, EGAL für welches Futter ihr Euch entscheidet, forstet mal im Internet nach Infos zu eurem Wahlfutter und ihr werdet leider so manche Fotos von grauseligen Tierlaboren finden...Wenn ihr wollt dann schaut doch einfach mal HIER oder gleich HIER, denn dort findet man (leider) immer öfter dubiose Informationen über ach´so seriöse Firmen...

Zusammensetzung

Bei der Zusammensetzung des Futters sollte man stets im Hinterkopf haben, WAS der Hund eigentlich ist: nämlich ein CANIDE, sprich "hundeartiger", direkter Nachkomme des Wolfes. Und somit: ein Fleischfresser.

Was nun nicht heißt, daß er NUR Fleisch frisst, denn ich für meinen Teil habe noch keinen Wolf / Hund gesehen der sein Tier zerlegt, ihm ordentlich das Fell über die Ohren zieht, die Eingeweide entnimmt und nur das Fleisch nagt. NEIN: er frisst sein Beutetier komplett bis auf die Knochen. Bei kleineren Beutetieren (z. B.) Vögeln werden selbst diese mitgefuttert. Sprich: die "Nebenerzeugnisse" werden ebenso mitgefressen, wie auch die Darminhalte, also bei vielen Beutetieren (Kaninchen, Hasen) auch das "Grünzeug".

Wenn ihr nach einem guten Hundefutter umseht, seht Euch zuerst die allgemeine Deklaration des Futter an: Dort müssen die Futteranteile in absteigender Reihenfolge angegeben sein: d. h. der Inhaltstoff der in der größten Menge vorhanden ist, wird zuerst aufgeführt.
Ihr solltet darauf achten, daß hier an erster Stelle "fleischliche" Stoffe, wie z.B. Geflügel. oder Rinderfleischmehl stehen. Steht an erster Stelle GETREIDE, dann hakt das Futter gleich ab und guckt nach dem nächsten.
Aber VORSICHT: die Futtermittelhersteller sind nicht doof:
Steht an erster Stelle eine Fleischquelle und gleich danach folgen gleich 3 oder 4 einzelnen Getreidesorten, könnt ihr davon ausgehen, daß man euch foppen will. Denn wenn man 3 Getreidesorten (z.B. Gerste, Weizen, Hafer) addiert, kommt man wieder auf einen GESAMT-Getreidegehalt der garantiert vor dem Fleischanteil stehen muß!!!


Habt ihr dann ein Futter gefunden, bei dem FLEISCH die Haupt-Protein-Quelle ist, dann seid ihr schon mal auf dem richtigen Weg. Der nächste Blick sollte dann der Nährwertanalyse gelten, doch diese Werte sind dann für Trocken-, Halbfeuchtes und Nassfutter unterschiedlich, deswegen heißt es hier: s. u.

Trockenfutter

Als Trockenfutter bezeichnet man Futter mit maximal 12% Restfeuchte und man findet es "säckeweise" und in vielen verschiedenen Formen, mal mit, mal ohne Flocken. Wobei ich aus oben genannten Gründen die Futtersorten mit (Getreide-)Flocken ganz ausklammer.

Nun kommen wir mal zur Nährstoff-Analyse die auf jedem Futtersack irgendwo zu finden sein "MUSS"... Euer Futter sollte in etwa folgende Grenzbereiche ansteuern, dann habt ihr ein gutes und ausgewogenes Futter.

  • Protein-Gehalt: 18 - 24%
  • RohFett: 8 - 15%
  • Rohfaser: 2 - 4 %
  • Rohasche: 5 - 10 %
  • Calcium: bis 1,4%
  • Ph: 0,8 - 1,2 %
  • In Spuren enthalten sein dürfen: Eisen, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Selen, Zink 
  • Gute Vitamine: Vitamin A, B1, B2, B6, B12, C, D, E, Beta-Carotin (Provitamin A), Biotin, Pantothensäure, Folsäure

Ein gutes Trockenfutter ist recht lange haltbar, aber die Vitamine bauen auch in der geschlossenen Packung sehr schnell ab, so daß es spätestens 6 Monate nach Herstellung aufgebraucht sein sollte. Geöffnete Pakete sollten binnen 6 -8 Wochen leer gefuttert sein.

Halbfeuchtes Futter

Man spricht von "halbfeuchtem Futter", wenn der Wassergehalt zwischen 20 - 40% liegt. Als Richtwerte für ein gutes Futter gelten hier in etwa die gleichen Zahlen wie beim TroFu und da kann ich nur sagen: viel Spaß bei der Suche... ich hab noch keines gefunden.

Dieses Futter findet man in der Regel in portionierten Beutelchen und IN DIESEM Futter findet man mehr Konservierungsstoffe als alles andere... während TroFu durch den geringen Wasseranteil gut haltbar ist, und richtiges Nassfutter wiederum durch Sterilisierung (haltbar machen durch erhitzen) braucht es beim halbfeuchten Futter Konservierungsstoffe on masse um eine stabile Haltbarkeit zu erreichen.

Hier kann ich definitiv nur sagen: Hände weg... vielleicht Meinungssache, aber meinen Daumen hoch bekommts nicht.

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Nassfutter

...auch Feuchtfutter oder Dosenfutter genannt, hat einen Wassergehalt von ca 70 - 80%. Und genau das ist der Faktor den es zu beachten gibt, wenn man die Nährstoffanalyse richtig nutzen will.

Unter Anwendung folgender Formel:

 %Wert (z. B. Rohprotein) * 100

___________________________________

100- Prozentwertfeuchte

kann man wiederum die o.g. Werte als Richtwert hinzuziehen.

Wenn also auf so einer Dose drauf steht: 80% Wassergehalt und z. b. 8% Rohprotein, dann kommt man auf 40% Rohprotein.... arghhhhhh. Die Wahrscheinlichkeit für Durchfall steigt immens...und selbst wenn unser Wuff einen Magen aus Stahl hat: diese Energie muß irgendwie umgesetzt oder schlimmsten Falls in FETT umgewandelt werden...Unser Wuff wird auf Dauer zur Wurst...

Ich glaube man merkt schon: ich bin der Trockenfutterverfechter und werde es wohl auch bleiben. Meine Wuffs kriegen hier und da auch schon mal eine Dose Feuchfutter, wobei ich EINE (!) Dose auf 2 über 30 kg schwere Hunde aufteile und das ganze mit Nudeln und frischem Gemüse anreichere, damit der Hund nicht meint er bekommt etwas für den hohlen Zahn.

 

BARF

BARF
=> Biologisch Artgerechte Rohfleisch-Fütterung!!!

Blue knabbert genüßlich am Knochen
und Samson steht ihr in nichts nach

Wie der Name schon sagt, geht es hier um die natürliche Fütterung des Hundes mit rohem Fleisch. Allerdings ist es auch ein Thema mit dem man zig Seiten füllen kann.. hat man auch *lach*. Allerdings nicht ich.... Wenn ihr Euch für das BARFen interessiert kann ich Euch nur folgende Homepage ans Herz legen:


BARF

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Ein absolutes NO NO...

...ist das Mischen von TroFu und Dosenfutter, bzw. Halbfeuchtem Futter und Dosenfutter. Diese Futtersorten werden vom Hunde-Organismus total unterschiedlich und in unterschiedlich langen Zeiten verarbeitet. Während das Feuchtfutter einfach nur so "flutscht" muß das TroFu erstmal langsam aber sicher verarbeitet werden.

Das Mischen des Futters führt dementsprechend oft zu Verdauungsproblemen und // oder gesundheitlichen Schäden. Denn entweder flutscht das TroFu ohne seine Inhaltsstoffe "frei zu geben" mit dem Nassfutter durch, sprich es wird unverdaut ausgeschieden. ODER das Nassfutter bleibt drin, bis das TroFu fertig ist und fängt im Darm an Gärungsprozesse auszulösen, was zu üblen Blähungen und // oder Durchfall führt.

Wer also sowohl Nassfutter, als auch Trockenfutter füttern möchte, der sollte dies zeitversetzt und getrennt machen.

Das schmeckt auch

Egal für welche Art der Fütterung man sich entscheidet, es gibt so ein paar Leckerschmecker, die jeder Hund gern in seinem Napf sieht und die ihm dazu noch gut tun. Hier nur ein paar Beispiele:

~ Nudeln und Reis: werden hier immer in Überdosis gekocht, so daß die Wuffs bei ihrer nächsten Mahlzeit auch etwas davon haben.

~ Eigelb ist lecker und gut fürs Fell. Gekocht darf man auch das Eiweiß mitfüttern.

~ Öl (Distel- Raps oder Olivenöl). 1 TL pro 10 kg Körpergewicht und das einmal die Woche. Bei extrem trockener Haut (schuppiges Fell), kann man auch mal eine 2 wöchige Öl-Kur machen, in der dann jeden Tag Öl übers Futter kommt. Dabei aber darauf achten, daß der Darm mitspielt und es nicht zu Durchfall kommt.

~ Frisches Obst und Gemüse, ganz, gewürfelt oder gerieben. Bringt Vitamine und Abwechslung in den Speiseplan.

~ Quark, Joghurt und Käse bringen ebenfalls Pep ins Futter und Aminosäuren in den Körper.

Das sind nur mal so Anregungen aus unserem täglichen Fütterungsplan. Dazu hier und da mal rohes Fleisch und auch mal ein Fastentag. Lediglich zum Vollbarfen konnte ich mich bisher nicht durchringen *zwinker*

Das ist giftig für den Wuff

Es gibt einiges an Giftpflanzen für den Hund, die an anderer Stelle erläutert sind. Deshalb möchte ich Euch hier nur die "menschlichen" Lebensmittel aufführen, die auf dem Hundefutterplan nix zu suchen haben:

  • Zwiebeln u. ä. Lauchgewächse
  • Trauben u. Rosinen
  • Tomaten
  • Kohl
  • Schokolade
  • "erhitzte" Hühnchenknochen (roh ok, aber erhitzt werden sie spröde und splittern)

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Immer wieder neue

...Hundekeks-Rezepte à la Melly findet ihr HIER oder unter "Ernährung"

Weise Worte...

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm
gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen

Ernst Hauschka


Wuffige Sites im WWW

doggle.de - Die bissige Suchmaschine

Mehr zu sehen gibts in der

 

 
www.kidpetdomelly.de