Hinter der Regenbogenbrücke

Samson Einstein Jacky Regenbogen

 

 

 

Ein altes Bild von Jarro, leider nur in eingescannter Qualität... denn 1989 gab es noch keine DigiCams ...zumindest bei uns

Mein Erster...unvergessen

Nachdem ich meinen Vater mit seinem Schäferhund Amigo mehrfach auf den Hundeplatz begleitet habe, war ich immer begeisterter vom deutschen Schäferhund und vom Hundesport. Also wuchs in mir der Wunsch einen eigenen Hund "groß zu ziehen" und auszubilden, und dieser Wunsch wurde mir 1989 zu meiner Konfirmation erfüllt.

Also haben wir uns auf die Suche nach einem "guten" Wurf gemacht. Denn zur Konfirmation durfte es dann ein Schäferhund mit roten SV-Papieren sein. Und so haben wir uns für den Zwinger "von Blaustein" in Übach-Palenberg (Boscheln) entschieden. Schon vorab durfte ich mir meinen Wuff aus einem Wurf mit 7 Welpen aussuchen, und ich habe mir den dicksten und dunkelsten Rüden ausgesucht. Er kam dann einen Tag nach meiner Konfirmation im Alter von 9 Wochen zu uns und hat sich wirklich schnell eingelebt.

Schon als Junghund wurde bei ihm eine schwere ED festgestellt, die operiert werden musste. Danach konnte er schmerzfrei laufen, aber der von mir angestrebte Hundesport (damals war noch der Schutzhundesport ~heute VPG mein Favorit) fiel damit aus und wir begnügten und mit Spaziergängen und Bällchenspielen. Das weitläufige Spektrum der Hundebeschäftigung war mir damals leider noch nicht bekannt.

Im Alter von 9 Jahren bekam er dann eine schwere Form von Arthorse in eben diesem Ellbogengelenk. Anfänglich halfen leichte Schmerzmittel, aber die wurden dann immer höher dosiert und dann kamen stärkere Schmerzmittel und dann...
Ja dann, kam der Blut im Stuhl, weil die Medikamente den Magen angegriffen haben...
Laut meinem Tierarzt, wurde die anfangs "hilfreiche" Therapie nun zur Qual für meinen Hund und ich sollte darüber nachdenken, meinem Hund beim Sterben zu helfen. Wir dachten nach, lange und gründlich! Und schweren Herzens bin ich diesen letzen Schritt mit ihm gegangen. Ich hoffe bis heute, daß ich das Richtige getan habe.

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BLUE

Verschiedene Momente von Blue bei uns... ich werde sie nie vergessen

unsere jagende Spanierin

Irgendwann im Jahr 2001 wurde ich (Melly) sportlich immer aktiver und doch fehlte mir die Begleitung beim Inlinern, Radfahren und Co. Und unser Kälbchen SAMSON war einfach überfordert, mich beim sporteln zu begleiten. Also habe ich meinen Mann so lange bearbeitet, bis er sein OK zu einem 2. Hund gab.

Diesmal sollte es kein Welpe sein, denn dann hätte ich ja noch mal mindestens ein Jahr auf meine Begleitung warten müssen. Also haben wir angefangen die Internetseiten der Tierheime zu duchforsten. Wie ihrWir wollten einen Hund mit folgenden Voraussetzungen: Rüde, verträglich mit anderen Hunden und so zwischen 1 und 4 Jahren alt.

Dann hat mich eine "Ebay-Bekanntschaft" auf die Seite von TRAURIGE AUGEN geschickt. Auch dort KEIN Treffer. Aber dann hat sie mich auf die Seite der "Weiber" geschickt, weil dort eine "Daggy" sei, die genauso aussähe wie ihre Hündin. Und da ist es passiert. Daggy habe ich kaum beachtet, denn mich schauten da ein paar "traurige Augen" auffordernd an..

BLUE im Herbstlicht, leider mit Geschirr...BLUE war schon in Deutschland bei einer Pflegefamilie, also konnten wir sie vorab schon persönlich kennenlernen. Tja und dann ist es endgültig um mich geschehen und auch mein Männe schmolz dahin. Und so bekam ich dann zum ersten mal in meinem "rüdengeprägten" Leben eine Hündin...

Und das war gar nicht mal so einfach, zumal sie gleich am ersten Tag bei uns läufig wurde und das hat ihre Laune nicht gerade gebessert.. sprich: sie zickte erstmal richtig rum. Mit unserem Dicken verstand sie sich auf Anhieb gut, aber da haben wir uns auch gar keine Gedanken gemacht: Er ist (rassetypisch) absolut nicht dominant und so hat er die Oberzicke einfach schalten und walten lassen. Besonders wenn´s um den kleinen und den großen Hunger ging, waren die beiden sich immer einig...

Und ne Aktionwumme war sie schlechthin. Egal ob schwimmen, inlinern, radfahren oder Apportieren ohne Ende: Sie ist nicht kaputt zu kriegen. Dazu ihr großes ABER... sobald man mir ihr in Feld und Wiesen unterwegs war, war man als Zweibeiner nicht mehr existent. Ihren Jagdtrieb bekam ich niemals in den Griff und überhaupt hatte ich nie das Gefühl ihrem Bewegungsdran gerecht zu werden...

Irgendwann bekamen wir eine Anfrage von HuskyFans ohne Auto in der Eifel... sie wären nur zu Fuß unterwegs, stundenlang im Wald und so weiter und nach einigen Hin und Herüberlegungen haben wir entschlossen die Leute kennen zu lernen.

Sie schienen nett zu sein und Blue wich nicht von der Seite der jungen Frau...sie kümmerte sich gar nicht mehr um mich...Also dachte ich: vielleicht ist es besser so...und so gaben wir Blue dort hin. Ein großer Fehler...

Ca. 3 Monate später bekamen meine Tante (die Vermittlung lief über ihre TierschutzSeiten) Anrufe, daß Blue kaum noch rauskäme und geschlagen und mißhandelt würde. Wir sind sofort hingefahren und fanden Blue in einem erbarmungswürdigen Zustand...total zottelig, ein dicker Blähbauch, kaum noch Muskeln. Wir nahmen sie mit...

Aber es müssen heftige Dinge dort vorgefallen sein, sie war auf der einen Seite sehr ängstlich, duckte sich z. B. wenn ich mir nur den Schuh aufmachte und drückte sich unter den Tisch wenn die Stimmen zu laut waren. Auf der anderen Seite reagierte sie dann total angespannt und aggresiv wenn sie nicht "weg" konnte... es war zum heulen. Immer öfter knurrte sie die Kinder an oder schnappte sogar...

Dann kam der Tag X. Auf dem hocheingezäunten Gelände des Hundeplatzes wollte ich ihr endlich mal wieder etwas Freilauf gönnen. Und sie lief.... Geradewegs DURCH den Zaun zur Kleingartenanlage nebenan, ich hörte sie wuseln und wuschen. Irgendwann hörte ich was klirren.... in der zwischenzeit besorgten Vereinskameraden den Schlüssel zur Anlage und wir konnten sie dort suchen...

Irgendwann fanden wir sie in einem abgeschlossenen Putenstall, dessen Besitzer dann schnellstmöglich und auf Puschen angerast kam. Er meinte noch: DA kann sie nicht drin sein, da ist alles zu.... Konnte sie wohl: sie war durch die Glasscheibe gesprungen und hat dort drin 4 ausgewachsene 10 kg-Puter "geschlachtet".

Danach wurde es immer schlimmer, das Jagdfieber wurde zur Jagdmanie. Rudelregeln im Haus erkannte sie gar nicht mehr an, sie knurrte und schnappte immer öfter zu... Bis wir dann gemeinsam mit unserem Tierarzt entschieden haben, Blue auf ihre letzte Reise zu schicken. Sie ist in unseren Armen eingeschlafen und ich hoffe daß es dort wo sie nun ist so viele Jagdwiesen gibt, wie sie sie braucht zum glücklich sein.

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Bye Blue, und sorry daß wir Dich nicht in Spanien gelassen haben. Dort wärst Du sicherlich glücklicher gewesen! HDL

 



Mehr Fotos von unseren Wuffs

findet man in

Zu meiner Fotogalerie

 

 

 


www.kidpetdomelly.de
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