Einsteins Edysee

Samson Einstein Jacky

 

 

Ein Bild mit Einstein als 12 Wochen alten Welpen mit der Aufschrift seines Vollen Names: EINSTEIN von der Kaiserstadt

Tja... Einstein und die ED (=Ellbogendysplasie), daß ist mittlerweile nun doch eine etwas längere Geschichte... so lang, daß ich da eine eigene Seite für angebracht halte. Diese Seite ist wohl extrem lang geworden, aber ich denke ich habe alles so kurz wie möglich geschildert...

Einsteins EDodysee begann im Dezember 2007... nach einer Spieleinheit mit Striker, einem Goldie auf unserem Hundeplatz begann "Zwergnase" vorne rechts zu humpeln. Erst dachten wir; naja, kommt vor. Er wird sich bei der Toberei doch ein wenig vertreten haben. Also Schongang: kurze, ruhige Spaziergänge, kühlen und Traumeel.

Aber es gab keine Besserung... also Tierarzt... aber auch der meinte erstmal, daß wär wohl ne längerwährende Bändergeschichte. Traumel, Leinenzwang... Schonung.

Mein Einstein, als würd er sagen Weitere 3 Wochen. Kurzzeitige Besserung, dann wurds schlimmer... Das Roentgen bei unserem "Haustierarzt" ergab keinen Befund... weiteres Schonen, Muskelübungen...NIX half.

Also im Februar ab zu Dr. Thissen (einem Spezialisten wie wir dachten...) und das böse Erwachen. Nach verschiedenen Aufnahmen (und Vergleichsaufnahmen mit dem gesunden Gelenk) stand fest: Ellbogendysplasie, starke Knorpel- und noch schlimmer eine Stufenbildung im Gelenk. OP... ich bin heulend nach Hause gefahren.

Aber alles half nichts, am Montag danach standen wir zu OP in der Praxis... Im besten Fall sollte eine Athroskopie schon helfen, im schlimmsten Fall müsse das Bein gebrochen werden sagte man uns, aber das könne man erst unter der OP entscheiden...

Also hoffen, bangen, beten. Aber es half nichts: als wir Einstein abgeholt haben wachte er grad auf, war total in Panik bis ich endlich da war und mit ihm sprach. Da wurde er ruhig, guckte mich verzweifelt an und schlief erstmal wieder ein, während Dr. Thissen mir den Verlauf der OP schilderte: JA: man musste das Vorderbein komplett brechen um die Stufenbildung wieder "raus" zu kriegen und um ihm wieder schmerzfreies Laufen für die Zukunft zu ermöglichen.

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Aber damit sollte es dann nicht genug sein... Einstein humpelte nach ca. 7 Wochen wieder verstärkt und der operierende TA Dr. Thissen nahm meine Besuche wohl nicht sehr ernst, tat alles als "normal" oder sogar als Psycho-Verhalten ab, weil Einstein ja sicher eifersüchtig sei, über den Einzug von Jacky.

Doch die Humepelei wurde schlimmer, und diese Eifersuchts-Nummer konnte und wollte ich nicht mehr glauben, also bin ich zu einer weiteren Tierärztin, die ihn dann endlich nochmal geröntgt hat. SCHEI....

Der künstliche Einschnitt von Dr. Thissen war wohl bei den ersten Belastungen komplett bröselig gebrochen und gar nicht verheilt. Dazu eine Knochenhautentzündung am vorderen Schultergelenk, wahrscheinlich durch die ewige Humpelei.

Einstein mit seinem geschienten Vorderlauf...total genervt!Also: 4 Wochen absolute Ruhigstellung mit Schiene und dickem Verband und eine 14-tägige Therapie mit Schmerzmitteln und Rimadyl. Dann weitere 2 Wochen nur Pipi-Kaka-Runden und sonst nichts.

Was er davon hielt kann man auf dem Bild links wohl mehr als gut erkennen: GAR NICHTS! Es war mehr als schwierig ihn auch nur halbwegs "ruhig" zu halten, denn durch die starken Schmerzmittel hatte er keine Schmerzen und wollte toben toben toben...Ich hab in dieser Zeit mehr mit ihm gemeckert als je zu vor... mit dem Erfolg daß er kaum noch hören wollte---

Und gebracht...

hat es auch wieder nichts... Am Dienstag den 15.07. wurde wieder geröntgt und wir bekamen den nächsten Schlag mit der Keule.... Diese ganze Schonerei hätte so gut wie nichts gebracht: der Knochen will einfach nicht heilen und sieht fast unverändert aus. Lediglich die Entzündung ist deutlich zurück gegangen. Wir müssen weiter schonen und bangen. Die Ärztin meinte, mehr könne man nicht machen...

Aber ich wollte mehr für Einstein, wenigstens schmerzfrei sollte er werde... Einstein wurde immer rüder und aufmüpfiger, das Geschone ging ihm auf den "Keks": Und das zeigte er mit Ersatzverhalten ohne Ende... begann die Kinder zu hüten, zwackte ihnen (Gott sei dank immer nur spielerisch) in die Beine, holte Sachen vom Tisch um sie mir dann stolz zu bringen... und ähnliches halt.

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Das war der Punkt an dem ich Entschied: "Schei... auf Dr. Thissen, Schei... auf Dr. Kinzel, Schei auf Schonung"... mittlerweile hatte ich einiges mehr gelesen, unter anderem auch daß Knochen nur heilen wenn sie gezielte Impulse durch Bewegung bekommen... also las ich mich durch ein paar Werke zur Physiotherapie für Hunde und wandte sie an. Wir steigerten das "Gassi-Pensum", bauten einen Trainingsplan für Einstein auf: Schritttraining, Trabtraining, Physioübungen und Massagen. Dazu reines Grünlippmuschelextrakt und MSM (siehe HIER!)!

Jacky passt auf, daß Einstein mit seinem gekühlten Kirschkernkissen liegen bleibt

Jacky leistet Einstein bei seiner Kühleinheit Gesellschaft...

Was soll ich sagen: es half. Einstein lahmte nur noch selten und wenn dann nur "tickend", er wurde eifriger und legte das Fehlverhalten wieder ab. Aber es wär zu schön um wahr zu sein, wenn ich jetzt sagte: "Alles wurde gut"... nein, es kommt noch besser...

Im Oktober 2008

humpelte Einstein plötzlich hinten links. "HILFE, was ist nun schon wieder los?!?", dachte ich. Aber es war nur "halb so wild", Einstein hatte eine Schleimbeutelentzündung im Sprunggelenkt, die mit Antibiotikum und regelmäßigem kühlen schnell in der Griff zu bekommen war. Nach rund einer Woche ging Einstein wieder klar - aber nicht lange...

Zwei Tage nachdem diese Schleimbeutelentzündung sich verabschiedet hat lahmte Einstein wieder vorne rechts und zwar ganz extrem. NA TOLL, wahrschein überbelastet durch das Schonen des Hinterlaufs. Also keine wilden Spiele, weiter mit dem Physiotraining. Aber es wurde nicht besser, auch unter Schmerzmitteln nicht, so daß wir uns wieder einen Termin bei Dr. Kinzel holten. Die hatte dann die Nachricht für uns: der Knochen sei fast durchgeheilt, ABER die Stufe definitiv wieder da und nun auch nicht mehr reparabel da das Gelenk durch die OP von Dr. Thissen total verklebt sei. Einstein würde also auf jeden Fall irgendwann Arthrosen bekommen.

Aber da seien auch wieder Ablagerungen im Gelenk und für 650 EUR empfahl sie wieder ein Gelenk-Cleaning, damit DARAUS keine Arthrosen entstehen könnten. Doch das war der Punkt wo ich gesagt habe: NE! Arthrose kriegt er sowieso... das Cleaning von Dr. Thissen hat gerade 10 Monate "gehalten" und danach stände wieder mindestens 8 Wochen absolute Schonung auf dem Programm. Das kann nicht der Sinn eines Hundelebens sein...

Also bin ich mit Einstein nach Hause und hab weiter geforstet und überlegt und so weiter und so fort. Fakt war:

  • weitere Physioübungen sollten den Muskelaufbau weiter vorantreiben um das Gelenk äußerlich zu "stützen"
  • Nahrungszusätze Grünlippmuschel und MSM um das Gelenk weitestgehend zu unterstützen
  • ggf. Schmerzmittel wenns nicht anders geht...

Doch dann fand ich im Internet einige Seiten über Goldakupunktur und deren Erfolg bei ED. Besonders empfohlen wurde immer wieder Dr. Schulze aus Kamen, also habe ich dort angerufen und Einsteins Fall geschildert. Man machte mir am Telefon nicht ganz so viel Hoffnung wg. der bereits erfolgten OP, aber wir bekamen recht bald einen Termin am

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am 25. November 2008

Trotz Eiseskälte und noch liegenden Schneeresten des kurzeitigen Wintereinbruchs machten Einstein und ich uns frühzeitig auf den Weg Richtung Kamen. Dank Navi kamen wir dort auch gut und pünktlich an.

Tja...zuerstmal sei gesagt: wir fühlten uns dort gleich "willkommen" und ohne viel Wartezeit waren wir auch schon in Dr. Schulze´s Sprechzimmer. Wir hatten alle bisherigen Röntgenaufnahmen mit und Dr. Schulze hörte sich geduldig Einsteins bisherigen Krankheitsverlauf an --- und sah sich die Röntgenbilder an - - - und schüttelte mit dem Kopf.

Ich möchte nicht alles wiedergeben was er mir gesagt hat, nur daß Einstein von vorne herein falsch therapariert und operiert wurde. Man hat ihn operiert wie bei einer normalen Processus coronoideus medialis ulnae (FCP) , wie sie recht häufig vorkommt. Bei dieser Form ist ist die Speiche stark verkürzt, die Elle wird überbelastet und bei Stufenbildung durchtrennt um einer Biegung und der Überbelastung der Elle vorzubeugen. Bei Einstein müsste man das Waisenkind jedoch umbenennen, denn er hat Processus coronoideus medialis radie, sprich: bei ihm ist die Sache umgekehrt! Um bei ihm die Stufenbildung des Gelenks "heraus" zu bekommen, hätte man die Speiche durchtrennen müssen und ein Stück vom Umfang der Elle herausnehmen müssen um Erfolg zu haben...

Hätte...hat man aber nicht und jetzt ist es zu spät, durch die zurückliegende OP ist sein Gelenk so durchwachsen//verklebt daß eine erneute OP nicht möglich bzw. empfehlenswert ist. Der Doc sagte uns auf den Kopf zu (und auch wenn es paradox klingt, war ich für die Ehrlichkeit dankbar): "Einstein wird wahrscheinlich nie mehr wirklich rund laufen!" Dazu sei die Stufe im Gelenk zu stark, es ist immer ein "Reibpunkt" vorhanden...

Die Goldakupunktur...

...sei eine Chance ihm die Schmerzen zu nehmen und die entstehenden Arthrosen zu verlangsamen. In seltenen Fällen seien sie sogar gestoppt worden. Lange Rede, kurzer Sinn: Dr. Schulze hatte ein kleines Quentchen Zeit "außerTermin" und hat die Goldakupunktur bei Einstein gleich an Ort und Stelle vorgenommen. In meinen Augen die vielleicht einzige Chance die Steinchen noch hat, sein Leben zu genießen ohne ständige Chemiekeulen gegen die Schmerzen. Und im Gegensatz zu meinen bisherigen Tierarztkosten mit Einstein war der Eingriff eigentlich ein Klacks...

Und was soll ich sagen, es war der Hammer!!! Morgens waren wir in Kamen und nach der erfolgreichen Aufwachspritze sind Einstein und ich nach Hause. Wie vom Praxisteam angekündigt wurde Einstein im Lauf des Tages unruhig und ich habe mit ihm den empfohlenen "ruhigen" Spaziergang angetreten.

Es war unbeschreiblich. Wir dackelten zum Feld, Steinchen machte sein Pipi und "trabte" an... TRABEN?!? Nein, er SCHWEBTE...wie ein Lipizzaner schmiess er seine Beine...

...UND...

...schmiss nach rund 10 Schritten den Anker! Guckte mich an, mich schrägen Kopf. Trabte wie an, einige Schritte und INNEhalten. Wieder: Fragender Blick zu mir... Und so ging es wirklich den ganzen Spaziergang. Er lahmte nicht, er tickte nicht, er STAUNTE nur und ich mit. Er schien wirklich keine Schmerzen zu haben und fragte sich wohl selber: WAT is denn NU los?!? Ich kam mit Tränen in den Augen nach Hause. Das erste mal nach langer Zeit lief Einstein mit Fun.

Beim ersten richtigen Frost konnte Einstein dann sogar "Schlittpfote" laufen und hatte einen Heidenspaß dabei! Leider ist das Bild nicht so ganz "scharf"... der Bursche ist einfach zu schnell gerutscht *lach*

Einstein fährt Schlittpfote auf den riesigen Eispfützen im Winter 2008/09

Wilde Keilereien mit anderen Wuffs sind auch wieder ohne schmerzhafte Folgen möglich

Einstein liefert sich mit Kira ne wilde Schneeschlacht

Es gäb sicherlich noch mehr solcher Fotos zu zeigen, aber dann wird diese Seite hier zum Scrollobjekt Nr.1. Also sag ich hier einfach nur

liebes Team der Praxis Dr. Schulte!

Ihr seid die Besten!!!

 



Mehr Fotos von unseren Wuffs

findet man in

Zu meiner Fotogalerie

 

 


www.kidpetdomelly.de
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