Die Hausapotheke

Für meine Begriffe gehört in jeden Haushalt eine Hausapotheke, sowohl für die kleinen Wehwehchen im Alltag als auch für die Erste Hilfe im Notfall.

Zuallerst erwähnenswert ist wohl die Beschaffenheit und Aufbewahrung der Hausapotheke. Die Apotheke sollte in einem sauberen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Das Bad ist also nicht unbedingt optimal, es sei denn man hat einen dichten Behälter für die Apotheke.

Desweiteren sollte die Hausapotheke auf der einen Seite SCHNELL griffbereit sein, auf der anderen Seite aber so aufbewahrt werden daß nicht jeder einfach Zugriff dazu hat. Besonders Kinder müssen da vor sich selbst geschützt werden!!!

Nun aber zu den

INHALTEn der Hausapotheke

Diese kann man grob in 5 Bereiche unterteilen. Punkt 1 ist:

NOTFALL-NUMMERN

Klebt Euch vor allem anderen in den Deckel eurer Hausapotheke (oder bei einem Schränkchen an die Tür) einen Zettel mit den wichtigesten Notfall-Telefonnummern

So braucht ihr im Fall der Fälle nicht noch Telefonnummern raussuchen. Gerade wenn man in Panik gerät, fallen einem Zahlen nicht ein!!!

Als nächstes dann

Verbandsmaterial

  • Mullbinden in verschiedenen Breiten (bewährt haben sich 6 und 8 cm!)
  • Verbandspäckchen in verschiedenen Größen (die sind komplett mit Wundauflage, oder speziell mit Brandschutzauflage)
  • 2 Elastik-Wickeln mit Verbandsklammern
  • Heftpflaster
  • Pflaster (bei Kindern gleich doppelt soviele *zwinker*)
  • Verbandswatte
  • Pinzette
  • Verbandsschere
  • Einmal-Gummi-Handschuhe (im Alltag oft "Aids-Handschuhe" genannt)
  • Desinfektionsmittel (z.B. Betaisodona)... eigentlich gehört es zwar zur nächsten Sparte (Medikamente) der Hausapotheke, aber für mich gehört es zum Verbandsmaterial...

Punkt 3 in der Hausapotheke sind die

Medikamente die man immer wieder mal braucht

  • Schmerz- und Fiebermittel (z. B. Paracetamol)
  • Erkältungsmittel gegen Husten und Schnupfen (Halstabletten sind in den seltensten Fällen wirklich nötig, die meisten freiverkäuflichen Halstabletten bewirken nicht mehr als ein gutes Hals-/Hustenbonbon!!!)
  • Mittel gegen Durchfall und Übelkeit
  • Insektenstichsalbe und Anti-Allergikum für eben solche Stiche, z.B. Fenistil -Tropfen
  • Calcium-Trinkampullen haben sich bei Insektenstichen ebenfalls bewährt!
  • Nochmal erwähnt: Desinfektionsmittel!
  • Sportsalbe/-gel (Heparin)
  • Wundsalbe

Dazu dann noch die "speziellen" Medikamente des Haushalts, wie z. B.

  • Anti-Allergikum, vor allen Dingen bei Menschen die auf Insektenstiche mit hochgradigen Allergie-Schocks reagieren
  • Asthma-Spray
  • Medikamente die evtl. regelmäßig genommen werden müssen // sollen

Last but not least, gehört natürlich in jede Hausapotheke ein Fieberthermometer.

All diese Dinge, also Verbandmaterial und Medikamente sollten in regelmäßigen Abständen auf ihre Unversehrtheit und Haltbarkeit geprüft werden. Wenn ihr Medikamente öffnet, schreibt das Datum darauf, denn die meisten Medikamente sind geöffnet nur begrenzt haltbar.

Auch das Fieberthermometer sollte im Zeitalter der digitalen Temperaturmessung regelmäßig ausprobiert werden. Eine Ersatzbatterie für den "Energie-Notfall" ist sicherlich keine schlechte Idee....

Dazu gehört dann noch

~das vielzitierte "Sonstige"

was sicherlich auch für den Notfall im Haus sein sollte, aber nicht unbedingt in die Hausapotheke an sich.

  • Die gute alte Wärmflasche oder ersatzweise ein Kirschkernkissen hat auch heute noch ihren (seinen) guten Zweck und sollte in keinem Haushalt fehlen.
  • Kühlkompressen bringen bei Verstauchungen und Zahnschmerzen immer wieder Linderung, werde aber sinnvollerweise direkt im Gefrierfach aufbewahrt, denn ungekühlt nützen sie nun mal nichts!
  • Rotlichtlampe... nicht unbedingt ein Muss, aber wer oft mit Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen zu tun hat weiß sie ebenso zu schätzen wie Leute mit Muskelverspannungen und -zerrungen.

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Gift-Notrufzentralen

Berlin
Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie,
Tel.: 0 30 - 1 92 40


Berlin (Behandlungszentrum)
Station 43 des Universitätsklinikums Rudolf Virchow,
Tel.: 0 30 - 45 05 35 55


Bonn
Informationszentralle gegen Vergiftungen /Zentrum für Kinderheilkunde,
Tel.: 02 28 - 2 87 32 11


Erfurt
Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,
Tel.: 03 61 - 73 07 30


Freiburg
Informationszentrale für Vergiftungsfälle der Universitätskinderklinik,
Tel.: 07 61 - 1 92 40


Göttingen
Giftinformationszentrum Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holsstein
Zentrum für Toxikologie

Tel: 05 51 - 1 92 40


Homburg a.d. Saar
Informations- und Beratungszentrum für Vergiftungsfälle,
Tel.: 0 68 41 - 1 92 40


Mainz
Beratungsstelle bei Vergiftungen der Universität Mainz,
Tel.: 0 61 31 - 1 92 40


München
Giftnotruf München, Toxikologische Abt. der 2. Med. Klinik,
Tel.: 0 89 - 1 92 40


Nürnberg
Toxikologische Intensivstation der 2. Med. Klinik des städt. Krankenhauses
Tel.: 09 11 - 3 98 24 51



WIEN
Vergiftungsinformationszentrale, Allg. Krankenhaus Wien
Tel.: ++43(0)1 - 4 04 00 22 22

ZÜRICH
Schweizerisches Toxikolotisches Informationszentrum,
Tel.: ++41 (0)1 - 2 51 66 66


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